Striplight im Eigenbau

_DSC0484Vielleicht habt ihr ja mal diese Sabrestrips gesehen? Das ist eine Abwandlung der alt bekannten Striplights und wird wird mit normalen Aufsteckblitzen betrieben. Ich habe mich entschlossen, diese Dinger selber zu bauen, denn die Sabrestrips kosten ca. 135$ und auch Striplights für Aufsteckblitze locker 100€. Klar, meine sehen lange nicht so edel aus, kosten aber nur ca. 15 Euro pro Stück, wenn überhaupt. Das ganze läuft bei mir unter „proof of concept“ und war einfach ein tolles DIY Projekt. „Ein Traum aus Panzertape!“ 🙂 Vorteil zum Sabrestrip: Der Blitz ist außen und kann eingestellt werden.

_1 _2Hier erstmal eine kleine Übersicht der benötigten Teile: Paketrolle 100cm mit 10cm Durchmesser, Paketrolle 80cm mit 5cm Durchmesser, Schaumstoff 1cm dick aus dem Bastelladen, Wasserwaage, Drachenstoff (den billigen, dünnen, weissen), Kleber normal, Kleber extra stark, Heißklebepistole, Panzertape, durchsichtiges Paketband, Cuttermesser, Alufolie.

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Der Schaumstoff wird ca. 12cm breit geschnitten, gefaltet und verklebt. Das ganze sollte entsprechend beschwert werden, um ein ordentliches verkleben zu gewährleisten. Ich habe den Schaumstoff geteilt, denn der soll eher Ober- und Unterseite halten, als die Seiten. Warum falten und kein breiterer Schaumstoff? Die Rundung oben wird später den Einschub des Blitzes erleichtern.

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Nun muss die entsprechende Aussparung in das große Versandrohr. 10cm Abstand vom Deckel aus, 8 cm breit. Daraus ergibt sich eine Leuchtfläche von 80×8 cm. Tipp: Wenn man die Rolle in einen Türrahmen drückt und die Wasserwaage anlegt, kann man ganz leicht eine gerade Linie ziehen.

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So sieht dann die Aussparung aus. Um die Arbeit zu erleichtern und späteres ausfransen zu verhindern, habe ich den Rand mit klarem Paketband umschlagen.

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Nun muss die Alufolie in die Röhre gezogen werden um dann dort ordentlich verklebt zu werden. Hier reicht ein normaler Bastelkleber (der mit Lösungsmitteln, nicht der für Kinder). Ich habe den guten alten Uhu genommen. Wenn man die extra breite Folie nimmt, braucht man an den beiden Enden nicht flicken. Das muss auch nicht glatt sein, denn das Licht soll ja gestreut werden. Auch hier habe ich den Rand wieder mit klarem Klebeband umschlagen. Zusätzlich kann man schon einen Deckel mit dem extra starken Kleber einsetzen.
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In den Deckel nun ordentlich Kleber streichen und mit einem „Plätzchen“ aus zerknüllter Alufolie füllen. Das Zerknüllen ist wichtig, damit das Licht möglichst in viele Richtungen reflektiert (gestreut) wird. Das ist wichtig für eine gleichmäßige Ausleuchtung.

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In den Deckel schneidet man nun eine Aussparung, genau so groß wie der Blitz halt ist. Ich schwöre ja auf die Mark3 der 560er Reihe von Yongnuo, denn die haben die entsprechenden Funkempfänger schon drin. So habe ich nur einen Sender auf der Kamera, den 603, ebenfalls von Yongnuo. Hier gibt es verschiedene Versionen für Canon und Nikon. Dann verklebt man man die Schaumstoffteile und den Deckel, ordentlich ausgerichtet, mit Heißkleber.
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Nun muss der Stoff angepasst (ca. 3-4 cm größer an allen Seiten) und gebügelt werden. Anschließen wird der Stoff auf einer Seite mit extra starkem Kleber fixiert. Zur Verstärkung kommt dann ein Streifen Panzertape oben drüber.

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Das macht man nun auch auf den beiden kurzen und zum Schluss auf der verbliebenen, langen Seite. Erst extra starker Kleber, dann fixieren mit Panzertape.

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Ungefähr so sieht das ganze dann aus. Nun sollte man das zweite Rohr auf ca. 65cm kürzen und den Deckel auf einer Seite verkleben und mit Panzertape sichern.

_DSC0477 _DSC0478Nun habe ich die beiden Röhren mit massig Heißkleber verbunden, ein Zollstock hat bei der Stabilisation geholfen. Das kleinere Rohr sitzt dabei oben am Einschub für den Blitz und auf der entgegengesetzten Seite der Leuchtfläche.

_DSC0482 _DSC0484Ich habe mich dazu entschlossen, das ganze Ding einmal mit Panzertape zu verkleiden. Klar, das sieht nicht sehr edel aus, aber die Dinger sind leicht und sehr stabil. Mit der zweiten Röhre kann man sie übrigens ganz leicht über die einfachen Lampenstative stülpen.

Zum Schluss noch zwei schnelle Beispielbilder, einfach fix im Wohnzimmer aufgenommen. Im Studio oder mit ordentlichem Hintergrund geht da natürlich noch viel mehr!
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